Ausbildung 2013/2014
Starttermine
01.03.2013 verschoben auf den 02.04.2013 !
3-jährige Altenpflegeausbildung
(Standort Bremen- Nord)
01.10.2013
3-jährige Altenpflegeausbildung
(Standort Bremen- Stadt)
01.10.2013
1-jährige Altenpflegehilfeausbildung
(Standort Bremen- Stadt)
06.01.2014
1,5-jährige Altenpflegehilfeausbildung in Teilzeit
Altenpflegeschule
Berufsbild Altenpfleger/in

„Der Umgang mit Menschen ist mir sehr wichtig. Ich kann nicht nur am Schreibtisch oder am Computer sitzen.“
Birgit Koch, 46 Jahre, staatl. anerkannte Altenpflegerin im Stiftungsdorf Hemelingen der Bremer Heimstiftung
Nähe zum Menschen
Sie war schon Rechtsanwalts- und Notargehilfin, Sekretärin und Fitnesstrainerin – doch heute ist Birgit Koch mit Leib und Seele Altenpflegerin. Die Menschen sind es, die es ihr besonders angetan haben. „Spannend sind die Lebensgeschichten der Älteren, man kann viel von ihnen lernen“, findet die 46-Jährige. Sie entschied sich, noch einmal umzusatteln und absolvierte eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Während eines Praktikums lernte sie dann die Bremer Heimstiftung kennen – und blieb. Es folgte die Ausbildung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin. Heute arbeitet Birgit Koch im Stiftungsdorf Hemelingen.
Einsatz in Teamarbeit
„Wir arbeiten im Team“, erzählt sie. Früh- und Spätschicht gehören ebenso dazu wie Nachtwachen oder Dienst an jedem zweiten Wochenende. Zu Weihnachten und Silvester wird abgewechselt. „Wenn etwas Besonderes ansteht, gibt es aber auch einen Wunschplan, in den man sich einträgt. So kann man tauschen. Zu 98 Prozent klappt das“, sagt Birgit Koch. Beginnt sie morgens mit dem Dienst, steht zunächst die Übergabe der Nachtwache auf dem Programm. In einer täglichen Teamsitzung tauscht man sich zu allen Bewohnern aus, bespricht wichtige Vorkommnisse oder Pläne. Dann warten das Aufstehen, Waschen und Frühstücken sowie die Medikamentengabe an die Bewohner.
Mehr als Waschen und Essen reichen
Als Altenpflegerin trägt Birgit Koch die Verantwortung für die Medikamentengabe, setzt Spritzen oder wechselt Verbände, stimmt sich mit behandelnden Ärzten ab und berät oder begleitet Angehörige. Doch nicht nur das. Für sechs der Bewohner auf der Pflegestation des Stiftungsdorfes Hemelingen ist sie ausgewählte Ansprechpartnerin, führt die Pflegedokumentationen und übernimmt die Pflegeplanung. Wichtig sei ihr, die Bewohner und ihre Gesundheit genau zu beobachten, um zu sehen, was sie selbst noch können oder was zu tun ist, um Fähigkeiten zu erhalten oder vielleicht auch zurück zu gewinnen, erklärt Birgit Koch.
Nachwuchs anleiten und weiter lernen
Darüber hinaus betreut die Altenpflegerin derzeit zwei Schülerinnen in der praktischen Ausbildung als Praxisanleiterin. „Mein Wissen gebe ich gerne weiter“, sagt sie und möchte selbst ebenfalls stetig weiter lernen. „Die Bremer Heimstiftung bietet gute Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten", findet Birgit Koch. Im Moment absolviert sie eine Ausbildung zur Wundmanagerin.
„Die verschiedenen Altersstufen der Menschen halten einander für verschiedene ‚Arten’. Alte haben gewöhnlich vergessen, dass sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, dass sie alt sind, und Junge begreifen nie, dass sie alt werden können“
Hasan Sen, 32 Jahre, staatlich examinierter Altenpfleger und Wohnbereichsleiter
Körperpflege gehört dazu
Nagel-, Mund- und Zahnpflege, Waschen, Duschen oder Haare trocknen und Medikamente geben – Hasan Sen zählt gern auf, welche Aufgaben ihn morgens erwarten, wenn er die Bewohnerinnen und Bewohner der K&S Seniorenresidenz Bremen-Findorff herzlich begrüßt. Dabei spart er auch schwierige Themen wie die Gabe von Sondenkost oder Sterben - Tod nicht aus, aber: „Mit Menschen arbeiten, nicht mit Gegenständen, das ist mir wichtig“, erzählt der 32-Jährige. Sein früherer Job als Objektleiter in der Gebäudereinigung habe ihn einfach nicht erfüllt, daher der Wechsel und die Ausbildung zum staatlich anerkannten Altenpfleger in der Schule für Altenpflege der Bremer Heimstiftung. Und Hasan Sen denkt bereits weiter.
Den Wohnbereich im Griff
Derzeit ist er in seinem Haus auch als Wohnbereichsleiter tätig. „Ich arbeite neue Mitarbeiter ein, schreibe Dienst- oder Urlaubspläne oder tausche mich in der Leitungsrunde mit allen führenden Mitarbeitern zu wichtigen Dingen aus, die das ganze Haus betreffen“, erklärt Hasan Sen. Etwa 40 Stunden pro Woche ist er im Einsatz – im Schichtdienst. Zeit, die es ihm immer wieder ermöglicht, sich auch intensiver mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auseinanderzusetzen. „Spannend ist wirklich der Erfahrungsaustausch. Einige der Menschen, die bei uns leben, haben beide Weltkriege noch erlebt“, nennt Hasan Sen ein Beispiel.
Zukunftsorientiert gedacht
Seine Familie stammt aus der Türkei. Er selbst wuchs in Deutschland auf. Die Erfahrungen, die Hasan Sen in beiden Kulturen sammeln konnte, möchte er heute aber auch später unbedingt in seine Arbeit einfließen lassen. „Multikulturelle Pflege, muslimische Pflege, das ist es, was ich gerne machen möchte“, sagt er und denkt dabei vor allem an ältere Gastarbeiter aus der Heimat seiner Familie. „Der Bedarf ist da, spätestens in fünf bis zehn Jahren“, schätzt er. Man müsse nur einen Träger finden, der sich engagiert. Bis es soweit ist, hat der staatlich anerkannte Altenpfleger und Wohnbereichsleiter selbst noch viel vor: „Pflegedienstleitung, Heimleitung, Qualitätsbeauftragter, Pflegemanagement oder Pflegewissenschaften sind nur einige Möglichkeiten, um sich in diesem Beruf voll zu entfalten – Stück für Stück ins Glück“.
