Berufsbild Altenpflegehelfer/in

"In der Pflege gibt es Zukunftsjobs. Da wird niemand arbeitslos. Wenn es dann auch noch Spaß macht, ist es einfach perfekt."


Beata Gaedicke, 32 Jahre, staatl. anerkannte Altenpflegehelferin in der Stiftungsresidenz Marcusallee der Bremer Heimstiftung


 

Begegnung am Ende des Lebens

„Einfach war das nicht, aber es hat mich stark gemacht“, sagt Beata Gaedicke. Gleich zu Beginn ihrer Ausbildung begegnete die Altenpflegehelferin in der Stiftungsresidenz Marcusallee einer alten Dame, die im Sterben lag. „Ich habe ihre Hand gehalten, Gespräche geführt und ihr Mut zugesprochen. Für mich war es ein schönes Gefühl, einem Menschen in dieser Situation etwas geben zu können“, erzählt sie. Ein Erlebnis, das sie darin bestätigte, beruflich auf dem richtigen Weg zu sein.

Einführung in den Beruf

Seit 11 Jahren lebt die gebürtige Polin in Bremen. Den Tipp für eine Ausbildung in der Schule für Altenpflege der Bremer Heimstiftung bekam sie in der Jobvermittlung des Arbeitsamtes. Mit einer Einführung in das Berufsfeld der Altenpflege, dem so genannten Propädeutikum, startete Beata Gaedicke dann in ihre Ausbildung zur Altenpflegehelferin. Als solche unterstützt sie staatlich anerkannte Altenpflegekräfte, hilft Bewohnern bei der Körperpflege, reicht Essen an, hält ein wachsames Auge auf Veränderungen und führt Gespräche mit Bewohnern oder Angehörigen. „Man weiß zuerst nicht, wen man vor sich hat und trifft viele Schicksale. Den Seemann, den Adeligen oder die Buchhändlerin, die heute eine Demenz hat und viel vergisst. Da muss man auch stark sein“, meint Beata Gaedicke.

Blicke in die Zukunft

Mehr Verantwortung tragen, medizinische Pflege übernehmen und sich weiterbilden – das sind die nächsten Ziele der Altenpflegehelferin. Der erste Schritt dorthin ist die dreijährige Ausbildung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin. Diese nimmt Beata Gaedicke jetzt in Angriff, denkt aber auch schon weiter in Richtung Fachpflegerin für Palliative Geriatrie. Wichtig ist ihr, sich stets die Freude am Beruf zu erhalten und auch selbst an später zu denken. „Als Pflegekraft muss man korrekt arbeiten und menschlich in Ordnung sein. Wir werden selber alt und müssen vielleicht einmal gepflegt werden. Wenn man daran denkt, verfällt man nicht in Routine und kann sich besser auf die Menschen und ihre Schicksale einlassen“, sagt sie.